Ring (Amazon) hat die geplante Partnerschaft mit Flock Safety aufgekündigt. Flock liefert Überwachungstechnik an Behörden und soll ICE sowie anderen US-Bundesbehörden Zugang zu Kamera-Netzwerken geben. Die Integration war im Oktober 2025 im Rahmen von „Community Requests“ angekündigt worden – einem Programm, mit dem Polizeibehörden über Partner wie Flock oder Axon Videoanfragen an Ring-Nutzer:innen stellen können. Die Verbindung zu Flock war nie live; Ring betont, dass „keine Ring-Kundenvideos jemals an Flock Safety gesendet wurden“.
Als Gründe nennt Ring offiziell „umfassende Prüfung“ sowie den höheren Aufwand als erwartet; der Konzern verweist auf „Verantwortung gegenüber Kund:innen und dem Vertrauen in unsere Produkte“. Der Artikel bei The Verge ordnet ein: Der Druck war massiv – Nutzer:innen wurden aufgefordert, ihre Kameras zu zerstören, viele kündigten an, Ring-Geräte zu entsorgen. Zusätzlich befeuert wurde die Debatte durch eine Super-Bowl-Werbung für die KI-Funktion „Search Party“ (Suche nach verlorenen Hunden): Die Darstellung vieler Ring-Kameras, die Nachbarschaften scannen, weckte Ängste vor Massenüberwachung. Senator Ed Markey forderte in einem offenen Brief, Amazons Gesichtserkennung („Familiar Faces“) zu stoppen. Ring hält dagegen, seine Produkte seien „zweckgebundene Technik, keine Werkzeuge für Massenüberwachung“.
Community Requests läuft weiter – nur mit Axon als Partner, nicht mehr mit Flock. Die grundsätzliche Kritik an Ring (Polizei-Partnerschaften, KI-Suche, Gesichtserkennung) bleibt bestehen; der Rückzug von Flock ist ein Teilerfolg für Datenschutz und Überwachungskritik.
Quelle: Ring cancels its partnership with Flock Safety after surveillance backlash (The Verge, Jennifer Pattison Tuohy, 12. Feb 2026).